Gleich mehrere aktuelle Studien beschäftigen sich mit den Erfolgsfaktoren, Kompetenzen, Chancen und Risiken bei der Umsetzung von Social Media Marketing Aktivitäten.

So hat das Brand Science Institute BSI aus Hamburg unter dem Titel “Why Social Media Projects Fail?! – A European Perspective” eine Umfrage in zwölf europäischen Ländern durchgeführt und herausgefunden, dass das Verständnis für diesen Sektor bei den meisten Marketing-Verantwortlichen noch nicht sehr ausgeprägt oder von irritierenden Vorurteilen überlagert ist, die erfolgreiches Agieren schwierig machen. Auch einige Umweltfaktoren erschweren die Umsetzung solcher Kampagnen. Hier eine Auswahl von Problemen, die durch die Studie ausgewiesen werden:

• Es mangelt an Stratgien und internen Richtlinien

• Die Bedeutung der Interaktion mit den Kunden wird unterschätzt

• Viele Unternehmen erwarten zu früh einen Profit

• Rechtsvorschriften werden als einschränkend empfunden

• Der Kampagnenerfolg wird mit Standard-Tools aus anderen Bereichen gemessen

• Die Projekte werden nicht ausreichend gepflegt

• Der Wert von Facebook Fans ist weitgehend unbekannt

• Es mangelt an Strategien, um auf Rückschläge zu reagieren

• Erfahrungen werden unternehmensintern nicht kommuniziert

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Die Universität Leipzig hat gemeinsam mit dem Magazin “Pressesprecher” und der Fink & Fuchs Public Relations AG die Studie “Social Media Governance 2010” unter deutschen Kommunikationsexperten durchgeführt und festgestellt, dass nur 17 % sich selbst eine hohe Social-Media Kompetenz zuschreiben, obwohl immerhin 30 % angaben, täglich Social Media Tools zu verwenden. Es mangelt aber vor allem an Kompetenzen der Stratgieentwicklung, der Evaluation, beim Management von Communities und am technischen Know-How für den Aufbau von entsprechenden Plattformen. Gleichzeitig wird aber die Bedeutung dieses Sektors als sehr wichtig für die zukünftige Unternehmenskommunikation eingeschätzt. Um dieses Dilemma aufzulösen bleibt nur die Unterstützung durch kompetente Partner. Der Auswahl einer geeigneten Agentur fällt angesichts dieser Defizite ein besonderes Gewicht zu.

Als wichtigste Leistung von Social Media Aktivitäten wird die schnelle Informationsverbreitung identifiziert, als größte Risiken der schlecht steuerbare Kommunikationsverlauf und die Notwendigkeit zur schnellen Reaktion genannt. Insgesamt ergibt sich jedoch eine positive Einschätzung des Sektors; die Chancen scheinen in der Bewertung die Risiken zu überwiegen.

Der Status Quo aktueller Social Media Aktivitäten in Unternehmen: Etwa die Hälfte der Befragten sind bereits in den Social Media vertreten. Facebook, Twitter, Social-Media-Elemente auf der Unternehmens-Website und YouTube spielen in der Unternehmenskommunikation die wichtigste Rolle, Corporate Blogs und Location Based Services sind derzeit noch ohne größere Relevanz in diesem Bereich. Erstaunlich sind dabei die Quoten: Lediglich 30 % sind bei Facebook aktiv, Blogs werden sogar nur von 10 % eingesetzt. Hier offenbart sich immenser Nachholbedarf. Sicherlich sind nicht für jedes Unternehmen die gleichen Medien von Bedeutung, jedoch liegt die Gesamtquote der Aktivitäten deutlich unter der bei z.B. amerikanischen Unternehmen, eine Lücke, die geschlossen werden muss, um in diesem Bereich international kompetitiv zu sein. So sind lediglich 13 % der hiesigen Unternehmen intensiv im Sektor Social Media aktiv, 60 % geben eine niedrige Aktivität an. Bei knapp der Hälfte fehlt eine Strategie für diesen Sektor.

Offensichtlich gibt es hier noch viel zu tun. Mit größerem Know How in diesem Bereichs kann effektiver und erfolgreicher agiert werden. Kompetenzen sind also gefragt, die derzeit wohl vorwiegend von erfahrenen Agenturen bereit gestellt werden können.

One Response to Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren: Social Media Marketing reloaded

  1. [...] durch eine Agentur ist also dringend empfohlen, vgl. auch weitere Artikel in diesem Blog: “Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren: Social Media Marketing reloaded” & “Social Media Marketing: Wider dem [...]

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